16. März 2011 OZ | Diese Sterne leuchten für Olympia

Rostocks Team für Olympia 2012 steht fest. Die Tickets müssen noch erkämpft werden.

 Stadtmitte | „We are the Champions … “ ertönte es gestern Abend aus den Lautsprechern in der Rathaushalle. Oberbürgermeister Roland Methling hatte Rostocks Top-Athleten geladen, um sie in das Team Olympia für London 2012 zu berufen.

Ein Vertrauensbeweis an elf Sportler. Vier Frauen und sieben Männer sind die sportlichen Stars für Olympia: Matthias Bohn (Segeln, Warnemünder Segelclub), Marie-Louise Dräger und Felix Drahotta (beide Rudern, Olympischer Ruder-Club Rostock), Mark Frank (Leichtathletik, 1. LAV Rostock), Gordan Harbrecht (Kanu, Rostocker Kanu Club), Stephan Krüger (Rudern, Olympischer Ruder-Club Rostock), Zarife Imeri (Rollstuhlfechten, TUS „Makkabi“ Rostock), Sebastian Rank (Triathlon, TC FIKO Rostock), Jana Schmidt (Leichtathletik, 1. LAV Rostock), Ulrike Sennewald, (Rudern, Olympischer Ruder-Club Rostock), Alexander Schlonski (Segeln, See- und Segelsportverein Rostock).

Zarife Imeri und Jana Schmidt sind für die Paralympics nominiert. Alle anwesenden Sportler bekamen im Rathaus eine Berufungsurkunde und ein Team-Shirt. Sie haben das Zeug, es bis zu den olympischen Spielen zu schaffen. Eine aufregende Zeit steht ihnen bevor, denn noch keiner hat einen sicheren Startplatz. Das wird sich erst bei den Qualifikationswettkämpfen in den kommenden Monaten zeigen. Sehr gute Leistungen bei Weltmeisterschaften, Weltcups und Deutschen Meisterschaften bringen Punkte.

„Ich habe noch eine Rechnung offen“, sagt Marie-Luise Dräger (29). 2008 schrammte sie bei den Olympischen Spielen in Peking mit dem vierten Platz im Leichtgewichts-Doppelzweier nur knapp am Treppchen vorbei. Umso motivierter ist sie nun, in London noch mehr zu schaffen. „Ich habe eine favorisierte Position, ich bin zuversichtlich, dass ich einen Startplatz bekomme“,sagt sie. Auch der zweifache Juniorenweltmeister Felix Drahotta (21) hat schon Olympia-Erfahrung. Auch er schaffte einen guten vierten Platz im Rudern. 26 Stunden reines Training stehen derzeit pro Woche auf dem Plan. Matthias Bohn (37) und Alexander Schlonski (39) sind gestern erst aus Miami zurückgekehrt, wo fleißig trainiert wurde. Am Sonntag geht es nach Palma de Mallorca, wo beide den nächsten Weltcup bestreiten wollen. Im Starboot rangieren sie derzeit auf Platz zehn der Weltrangliste. „Wir können international mithalten“, so Schlonski.

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling gab mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass die Sportler Rostock und das Land würdig vertreten. Der Olympische Gedanke lebt in unserer Hansestadt.“ Text und Bild: Irene Burow (OZ)

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