Knochenbrecher siegen erneut

Montag, 05. 01.2009 | Ostseezeitung – Lokalsport

Zum dritten Mal wurde am Sonnabend in der Neptun-Schwimmhalle der Indoor-Cup der Drachenboote ausgetragen. Auf der Kurzbahn dauerten die Duelle oftmals nur kurze Zeit.

Hansaviertel „Attention – Ready – Go” – das Startsignal ist den Drachenbootfreunden nicht nur vom Warnemünder Drachenbootfestival ein Begriff. Am Sonnabend hallte der Ruf gleich 74 Mal durch die Schwimmhalle. Sechs Stunden kämpften die 40 Mannschaften in vier verschiedenen Wertungsklassen sowie vier Nachwuchsteams in einem Boot um knappe zwei Meter, die den Sieg bedeuten sollten. Acht Paddler auf jeder Seite gaben nach dem Startruf alles. Im Durchschnitt waren die Rennen nach zehn bis 15 Sekunden beendet. Doch es ging auch anders. Das kürzeste Rennen dauerte nur knapp zwei Sekunden, das längste Duell lieferten sich die „Ltanixs” und „The Red Tape”. Erst nach 2:30,59 Minuten stand der Sieger fest. Im SV Breitling-Cup, einer der vier Wertungsklassen, wurden die „Red Tapes” am Ende Vierte, die „Ltanix” wurden gemeinsam mit sechs weiteren Teams auf Rang fünf gelistet.

Ebenfalls unter „ferner liefen” landete die Mannschaft der Internet-Community „rostock-freizeit.de”. Die acht Paddler zwischen 23 und 47 Jahre nahmen ihr Aus im Viertelfinale aber gelassen. Gegen das Boot des ORC, späterer Finalist, hatten die „Freizeitler” keine Chance. „Uns fehlte die Kraft, das war ein ganz starker Gegner”, erkannten die Unterlegenen neidlos an. „Wir sind das erste Mal mit unserem Team hier gestartet. Ein paar Leute haben wir uns aus einem anderen Boot geholt, damit wir ein komplettes Team zusammen bekommen”, erzählte Dirk Stopperka. Der 36-Jährige war nicht nur Chef im Boot, sondern ist zugleich auch Webmaster der Community. „Vor fünf Jahren haben wir das Portal eröffnet. Angemeldet sind knapp 300 User, zum harten Kern aber zählen 15 bis 20 Leute. Wir gestalten unsere Freizeit gemeinsam, gehen Bowlen, unternehmen Radtouren oder fahren Drachenboot”, erläutert der Chef. Zufrieden war Stopperka mit dem Auftritt „seiner” Crew auf jeden Fall. Schließlich gelang in der Vorrunde immerhin der erste Sieg.

Laut Reglement wetteiferten die vier Sieger der Wertungsklassen abschließend um den Super-Cup. Hier setzten sich im Halbfinale die Vorjahressieger „Knochenbrecher” (gegen den Dragon Club Rostock) und die Neubrandenburger „Billy Boys” (gegen die Greifswalder Greifendrachen) durch. Das Finale hätte spanndender nicht sein können. Sahen die Billy Boys nach den ersten Sekunden wie der sichere Sieger aus, drehten die Rostocker dann richtig auf und sicherten sich in einem kraftvollen Endspurt den Erfolg. „Ich habe gar nicht mitbekommen, dass wir zurücklagen”, meinte Gordon Harbrecht vom Rostocker Kanu-Club, der die Knochenbrecher-Crew anführte. „Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei”, meinte der Kanute kurz vor der Siegerehrung. Zufrieden mit der Veranstaltung zeigten sich die Verantwortlichen des SV Breitling und der Rostocker Sportjugend. „Es war ein toller Start in das Jahr”, freute sich Gerald Marschner vom Drachenbootverein SV Breitling. „Wir wollen im kommenden Jahr mehr Teams aus anderen Sportarten in die Drachenbootrennen integrieren”, wünscht sich Sportjugend-Mitarbeiter Andreas Blümel. OLAF JENJAHN

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