Gordan Harbrecht ist guter Dinge

10. April 2010 |NNN – Rostock

Auch wenn Kanurennfahrer Gordan Harbrecht lieber tief stapelt – der Rostocker ist “eigentlich guter Dinge. Es kann endlich losgehen. Ich fühle mich fit, bin gut drauf”, sagt er. Das sollte er auch sein, denn ab heute geht es für den 24-Jährigen bei der ersten Ranglistenregatta in Duisburg darum, sich beim Bundestrainer für die Nationalmannschaft dieser Saison zu empfehlen. Über die Distanz von 2000 und 200 Metern auf der Wedau sollte Harbrecht sich mindestens einen Platz unter den besten Zehn sichern, damit das klappt.

Gemeinsam alles ein bisschen professioneller aufgezogen

Optimal vorbereitet hat sich der Wassersportler in jedem Fall, auch wenn es seiner Meinung nach “ein Scheißwinter war”, in dem er seit Weihnachten nicht mehr paddeln konnte. So nutzte Gordan nicht nur diverse Trainingslager am Bundesstützpunkt Neubrandenburg, im brandenburgischen Kienbaum sowie in Portugal. Auch Silke Bull, Viererkajak-Weltmeisterin von 1990 und Geschäftsführerin des Fitness-Studios

Injoy Med in Rostock, nahm das Nachwuchstalent unter ihre Fittiche – und das nicht nur in der vergangenen kalten Jahreszeit. “Vor ungefähr drei Jahren wurde ich auf Gordan aufmerksam. Damals war sein Training unsystematisch. Gemeinsam haben wir dann alles ein bisschen professioneller aufgezogen, seine Technik verändert und Stufentests absolviert”, erinnert sich Bull.

Heute trainiert Harbrecht – auch dank seines immensen Leistungssprungs – in der Neubrandenburger Leistungsgruppe von Coach Jürgen Lickfett mit, hält sich aber nebenbei auch bei Bull fit.

Vor allem seine Rückenmuskulatur stärkt die Fachtrainerin für Gesundheits- und Präventionssport durch spezielle Übungen. “Wir haben Bewegungen gemacht, von denen ich vorher dachte, die sind doch pillepalle. Aber ich hatte plötzlich Muskelkater”, erzählt der Sportler vom Rostocker Kanu-Club, der Silke Bull dankbar ist, dass sie ihn auf den richtigen Pfad gebracht hat. Sie versichert: “Er hat riesiges Potenzial – und das Wörtchen ,eigentlich’ kann er getrost weglassen.”

von Karen Hacke

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