Harbrecht: “Besser geht’s nicht!”

14. April 2010 | NNN – ROSTOCK

Ein riesiger Stein ist am Wochenende Gordan Harbrecht vom Rostocker Kanu-Club vom Herzen gefallen, als er Teil eins der nationalen WM-Qualifikation des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in Duisburg mit Bravour meisterte (NNN berichteten).

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Ein dritter Platz über die 2000 Meter dürfte nicht nur den Hansestädter selbst, sondern auch Bundestrainer Reiner Kießler überzeugt haben. “Es ist richtig gut gelaufen, besser geht’s nicht”, weiß Gordan.

Keine Orientierung auf dem Wasser

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Dabei hätten die äußeren Bedingungen vor allem am ersten Tag besser sein können. Bei viel Gegenwind setzte sich Harbrecht in seinen Kajak-Einer. Der Wettkampf war nicht in Läufe unterteilt, sondern alle Sportler gingen kurz nacheinander auf die Wedau. “Ich hatte überhaupt keine Orientierung, wie schnell ich war. Aber die letzten 300 bis 400 Meter legte ich alles rein, was geht”, erzählt der 24-Jährige. Die Anstrengung war nicht umsonst, denn Gordan hatte am Ende mit 8:09 min die zweitbeste Zeit hinter Weltmeister Max Hoff (Köln). Damit war der Maschinenbau-Student für den A-Lauf über die gleiche Distanz tags darauf gesetzt. Hier starteten auf den Bahnen neben ihm keine

Geringeren als Hoff und Olympiasieger Andreas Ihle (Magdeburg) sowie Niklas Kux (Holzheimer SG), der es ebenfalls über raschend bis hierhin schaffte. Die beiden Routiniers bewiesen ihre Klasse, Harbrecht überquerte nach 7:48 min hinter Hoff und Ihle die imaginäre Ziellinie und war überglücklich.

Nun gilt es, diese Leistung am ersten Mai-Wochenende zu bestätigen, wenn es bei der Deutschen Einer-Meisterschaft ebenfalls in Duisburg nicht nur um die Vergabe der Titel geht, sondern auch um einen Platz in der Nationalmannschaft. Dann wird Harbrecht die 500 und 1000 Meter paddeln und versuchen, dem Bundestrainer erneut zu beweisen, dass man auf ihn nicht verzichten sollte.

von Karen Hacke

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