RKC beim 1000Seen-Marathon erfolgreich

Als Saisonabschluss hatten sich einige Sportler vom RKC eine ungewöhnliche lange Regatta ausgesucht. Der 4. 1000 Seenmarathon auf der mecklenburgischen Seenplatte lockte bei bestem Wetter vor allem wieder zahlreiche Freizeitsportler und Familien an.

Sebastian und Jonas

Sebastian und Jonas

Über 80 Kajaks und Canadier gingen beim Halbmarathon an den Start, welcher wie die anderen Strecken an der Diemitzer Schleuse gestartet und beendet wurde. Vom Rostocker Kanu Club stellten sich auf der 21km Strecke Sebastian Wolf zusammen mit Jonas Heydecke und Karl Iffländer zusammen mit Paul Thomas jeweils im K2 (Wanderboot) der Herausforderung. Die jungen Sportler aus der Kanumehrkampftrainingsgruppe überzeugten dabei auf der wenig trainierten langen Distanz. Sebastian Wolf (17 Jahre) und Jonas Heydecke (16 Jahre) absolvierten die Stecke in 02:00:34 h und belegten in der Gesamtwertung der Wanderzweier den ersten Platz. Karl und Paul (beide 15) kamen knapp 6 min nach ihren Trainingspartnern ins Ziel und wurden in ihrer Altersklasse 2.

Das größte Starterfeld trat wieder auf der klassischen Marathondistanz an. Vom RKC  starteten Andre Rusch (im schnellen Tourenboot) und Marko Kautz (Rennboot), sowie unser  neues Vereinsmitglied Andreas Kehr (Tourenboot).

Start 42 km

Start 42 km

Ein sehr schneller Start und die erste Umtragestelle nach 3 km ermöglichten es einer Ausreißergruppe von 4 Einerkajaks sich kontinuierlich vom Hauptfeld abzusetzen. Nach der 2. Portage (ca. 200m) hatte sich die führende Dänin Marianne Nielsen mit ihrem Rennboot absetzen können und Holger Greve (KUK Schwerin) und Andre Rusch (RKC) konnten sich von ihrem letzten direkten Verfolger lösen. Die Schwaanhavel befuhren beide dann überraschend zuerst, da die Dänin und ein Rennzweier (Mixboot) die Einfahrt nicht auf Anhieb finden konnten. Die enge und zugewachsene Schwaanhavel wurde für einige der folgenden Fahrer schließlich zum Problem, sodass bspw. ein Boot beim unterqueren eines Baumes kenterte. Wie der einzige Rennsportvierer des Startfeldes dieses enge Nadelöhr passieren konnte fragten sich am Abend viele der Teilnehmer. Nach der Schwannhavel übernahm der Rennsportzweier schließlich wieder die Führung und Andre Rusch setzte sich langsam von Holge Greve ab, bei welchen wie später zu erfahren war eine Pflanze im Steuer vorübergehend das Tempo drosselte. Der zwischenzeitlich auf fast 500m angewachsene Vorsprung wurde auf den letzten 10km immer kleiner, so dass es an der letzten  Portage bei der Schleuse in Canow noch einmal richtig spannend wurde. Fast Zeitgleich setzte der Rennsportzweier mit Andre ein, als die zierliche Dänin auftauchte und auf dem Landweg überholte. 4km später erreichte der Rennsportzweier mit Kirsten Engelmohr und Jose Antonio Giron Gonzales nach 4:07:11 als erstes das Ziel, dicht gefolgt von der Dänin (4:07:27 h). Andre musste 500m vor dem Ziel schließlich noch den heransprintenden  Holger Greve aus Schwerin vorbei ziehen lassen und erreichte entkräftet nach 4:09:23 als Zweiter der Tourenklasse das Ziel. Marko Kautz belegte in 4:20:4 als 3. bei den Rennsporteiner das Ziel.

Andreas Kehr (links)

Andreas Kehr (links)

Andreas Kehr (5:01:05 h) mit der verheißungsvollen Startnummer 1 verfehlte wohl aufgrund des Staues in der Schwaanhavel nur knapp das gesteckte Ziel von 5h, war aber mit seiner Platzierung unter den ersten 10 trotzdem sehr zufrieden.

Die Titelverteidigung über die Langstrecke von 62 km konnte Janek Röpke vom Rostocker Kanu-Club dieses Jahr leider nicht antreten, da er als Mitarbeiter des Veranstalters für einen reibungslosen Ablauf des Marathons sorgte. Neuer Sieger auf der Langstrecke wurde Simon Petereit in der Rennbootklasse in 5:14:48 h. Bei den Wanderbooten siegte Tim Anselmi in 5:46:41 h.

Text: Andre Rusch Foto: Heydecke

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