RKC-doppelt siegreich

21. September 2009 | Ostseezeitung – Hansestadt Rostock

Das Herbstrace im Drachenbootfahren kann durchaus als Saisonabschluss eingeordnet werden. Am Sonnabend waren 43 Boote auf der Unterwarnow dabei.

Petridamm „Eins vor, drei zurück“, lauteten die Anweisungen des Starters vor dem abschließenden A-Finale des 250-Meter-Rennens im 7. Herbstrace der Kanufreunde „Rostocker Greif“. Immer wieder mussten die drei Finalboote ihre Positionen korrigieren, ehe endlich der Start freigegeben werden konnte. Dann aber ging alles sehr schnell, nach etwas mehr als 62 Sekunden jubelten die Drachenbootler des Rostocker Kanu-Club. „Wir sind nicht mit dem Ziel hier gestartet, Erster zu werden“, zeigte sich André Rusch vom RKC etwas überrascht. Auch wenn in dem Boot viele Spezialisten saßen, fehlte doch etwas an „Feinabstimmung“. „In der Kanusaison bestand kaum die Gelegenheit, gemeinsam zu trainieren, weil viele Kanuten von uns regelmäßig zu Wettkämpfen unterwegs waren“, sagte Rusch. Und so ist es ein kleines Phänomen, dass der Rostocker Kanu-Club mit seinen über 300 Mitgliedern nur selten an Drachenbootwettbewerben teilnehmen kann.

Der RKC setzte sich im Finale in einer Zeit von 62,61 Sekunden vor den Havana Boys (63,35) und den Greifendrachen (63,49) durch. Die RKC-Zeit wurde an diesem tage nur vom eigenen Halbfinallauf getoppt. Hier schaffte das Boot vom Mühlendamm 62,34 Sekunden.

War der Ausgang des Rennens der drei Top-Teams recht klar, mussten die Mannschaften des B-Finals bis zur Siegerehrung auf die Bekanntgabe des Ergebnisses warten. „Wir hoffen auf Rang vier“, hieß es bei den Pierknüppeln, die sich im Halbfinale dem RKC geschlagen geben mussten. Allerdings hätte die Zeit (63,32 Sekunden) in den anderen beiden Halbfinalläufen locker zur Teilnahme am A-Finale gereicht. „Man muss jedes Rennen einzeln bewerten, da kommen Wind und Strömung hinzu. Wir sind ein tolles Rennen gefahren und ärgern uns darüber nicht“, sagte Jens Mamerow von den Pierknüppeln des SV Breitling. Kleiner Trost: Mit Platz vier stellten das Boot die erfolgreichste Equipe des Drachenbootvereins an diesem Tage.

Das Nachtrennen über 1000 Meter entschied ebenfalls der RKC mit über einer Sekunde Vorsprung für sich. OLAF JENJAHN

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