Sumo-Alex geht als Erster baden

20. Juli 2009 | NNN – Rostock

Sieben Mannschaften wollen Pappboot-WM-Titel / Team “Chantalle” triumphiert

Die Pappboot-WM des Rostocker Kanu Clubs ist in die dritte Runde gegangen. Alte Gesichter sowie unerfahrene Teams starteten mit ihren Papp-Kanus auf der Warnow.

ROSTOCK Sophia Pawelke – Nach zwei Stunden Bauzeit und sechs Rollen Klebeband später ging es endlich los: Sieben Teams starteten bei der Pappboot-WM in Rostock. Zum dritten Mal fand diese am Sonnabend auf der Warnow an den Rostocker Hafenterrassen statt. Prämiert wurde das schnellste Team und das wasserfesteste Boot.

Nach anfänglichem Regenschauer machte sich Verzweiflung bei Teams und Veranstaltern breit. “Als ich heute früh aus dem Fenster sah, habe ich mich erschrocken”, sagt Dominique Beitz vom Team “Chantalle”. Mit sechs Freundinnen ging sie an den Start. Dabei holten sie sich eine prominente Fahrerin ins Boot: Silke Bull, Kanu-Weltmeisterin von 1990. Zudem waren das das erste reine Frauenteam, das an der Pappboot-WM des Rotocker Kanu-Clubs teilnahm.

Doch mit den ersten Sonnenstrahlen wich die Verzweiflung bei den Teilnehmern. Pünktlich zum Start zeigte Petrus Erbarmen. Am Abend zuvor hatte sich die Truppe von Beitz getroffen, um Details zu besprechen. “Wir haben uns für die Floßtechnik entschieden”, erzählt Beatrice Rühle. Die Pappboote wurden von den Mannschaften zwei Stunden vor Startbeginn vor Ort angefertigt. Dabei erhielten sie Tipps von Zuschauern, die Starter schauten sich gegenseitig schauten auf die Finger.

Als Erstes aufs Wasser musste das Team “Exxon Valdez” mit “Sumo-Alex” Czerwinski als Kapitän. Ohne nass zu werden, meisterte er die Strecke von 100 Metern inklusive einer Wende. Doch es war auch das Boot des Kampfsportlers, das sich als Erstes aufgeben musste: Es sank. Bereits im Vorjahr nahm Czerwinski an der WM teil. “Ich freue mich immer, Rostocker Sportvereine zu unterstützen”, so der 40-Jährige.
Bestzeit erreichten “Die Wetterfrösche” mit Fahrer Reiner Möde. In der Gesamtwertung lag jedoch das Frauenteam ganz vorne und durfte sich über den Schokoladenpokal der Schokoladerie de Prie freuen. “Es hat wirklich eine Menge Spaß gemacht. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei”, freute sich Beitz. Und Rühle fügt hinzu: “Jetzt sind wir hochmotiviert.”

mehr auf: www.pappboot-wm.de

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